🐝 Besuch von der Holzbiene im Garten
In unserem Garten ist derzeit eine besondere Besucherin unterwegs: die Holzbiene. Mit ihrem glänzend schwarzen Körper und den auffällig violett schimmernden Flügeln gehört sie zu den größten Wildbienen Europas. Trotz ihrer beeindruckenden Größe ist sie friedlich und für Menschen in der Regel völlig harmlos.
Holzbienen ernähren sich von Nektar und Pollen und sind wichtige Bestäuber vieler Blütenpflanzen. Besonders gerne besuchen sie Lavendel, Salbei, Wicken und andere nektarreiche Blumen. Ihren Namen verdanken sie ihrer besonderen Lebensweise: Sie nagen kleine Gänge in abgestorbenes oder verwittertes Holz, in denen sie ihre Brutzellen anlegen.
Die zunehmende Zahl von Holzbienen in unseren Gärten zeigt, wie wertvoll naturnahe Lebensräume sind. Wer blühende Pflanzen und etwas Totholz im Garten belässt, schafft ideale Bedingungen für diese faszinierenden Insekten.
Wir freuen uns über diesen außergewöhnlichen Gast und beobachten gespannt sein emsiges Treiben zwischen den Blüten. 🌸🐝🌿
Rauchschwalben auf dem Gnadenhof 🐦
Auch in diesem Jahr freuen wir uns über mehrere Schwalbenpaare, die unsere Stallungen zum Brüten und zur Aufzucht ihrer Jungen nutzen. Auf den Fotos sieht man an einer Nesthilfe die Schwalbenmutter beim Füttern ihrer vor zwei Tagen geschlüpften Jungvögel.
Die Rauchschwalbe liebt offene Kulturlandschaften mit Bauernhöfen, Wiesen und Teichen. Die Vögel sind exzellente Flieger und gelangen durch eine kleine Öffnung über unseren Köpfen hinweg sicher ins Gebäudeinnere. Dabei lassen sie sich auch von den täglichen Arbeiten in und um den Stall nicht stören.
Ihren Namen verdankt die Rauchschwalbe früheren Jahrhunderten: Damals flogen die Vögel häufig durch die Öffnungen im Giebel ein und aus, durch die auch der Rauch des Herdfeuers abzog.
Die Nester werden zwei- bis dreimal im Jahr für die Brut genutzt.
Wir freuen uns sehr über unsere gefiederten „Untermieter“ – besonders dann, wenn die hungrigen Jungvögel ihre kleinen Köpfe aus dem Nest strecken. ❤️
Seit neunzehn Jahren gibt es in Eiweiler einen ganz besonderen Ort: den Gnadenhof „Lebenshof für Tiere in Not“. Wer glaubt, dort gäbe es nur friedlich grasende Schafe und gemütliche Ziegen, der irrt sich gewaltig. Eigentlich ist der Hof eher eine Mischung aus Seniorenresidenz, Kindergarten, Abenteuerspielplatz – nur eben mit vier Beinen und sehr viel Wolle.
Jutta und Lothar Braun kümmern sich hier Tag für Tag um Tiere, die oft kein leichtes Leben hatten. Jedes einzelne Tier bringt seine eigene Geschichte mit. Manche Geschichten machen traurig, andere berühren tief – und manche sind so verrückt, dass man kaum glauben kann, dass sie wirklich passiert sind.
Da wäre zum Beispiel Schafbock „Antonio“, der überzeugt ist, eigentlich ein Wachhund zu sein. Sobald Besucher kommen, läuft er zum Tor, blökt lautstark und kontrolliert erst einmal Taschen auf mitgebrachte Leckerlis. Der Hund „Monty“ auf dem Hof überlässt ihm freiwillig den Sicherheitsdienst.
Oder Ziegenbock „Fernando“, der sich für einen Hausmeister hält. Kein Riegel oder Schloss ist sicher vor ihm. Mit Geschick gelingt es ihm immer wieder, Türen zu öffnen und damit auch viel Unruhe ins Hofleben zu bringen. Auch hilft er bei Reinigungsarbeiten mit, in dem er mit seinem Maul einen kleinen Rechen greift und über den Boden kehrt.
Mit viel Herzblut schaffen Jutta, Lothar und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für inzwischen rund siebenunddreißig Schafe und Ziegen ein Zuhause, in dem die Tiere endlich sicher sind. Hier muss niemand Angst haben. Hier darf man alt werden, schief laufen, blind sein oder einfach nur ein bisschen verrückt.
Über das ganze Jahr besuchen Kinder und Erwachsene den Hof. Viele kommen zum ersten Mal und staunen, wie unterschiedlich Tiere sein können. Manche Schafe lassen sich geduldig streicheln, andere entscheiden sehr genau, wer in ihren „Freundeskreis“ aufgenommen wird. Besonders beliebt sind natürlich die Ziegen, denn sie schaffen es mit erstaunlicher Präzision, Jackentaschen nach Keksen zu durchsuchen – manchmal auch ungefragt.
Und während die Kinder lachen, die Tiere neugierig herumlaufen , merkt man schnell: Dieser Hof ist mehr als nur ein Platz für Tiere in Not. Er ist ein Ort voller Geschichten, Wärme und kleiner Wunder.
Rehkitze sind geboren
Bereits seit mehreren Tagen kann man Rehe mit einem oder sogar zwei Kitzen beobachten. Die noch sehr kleinen Vierbeiner laufen noch ein wenig unbeholfen neben ihrer Mutter her. Etwa alle zwei Stunden dürfen sie bei der Mutter, der Ricke, Milch trinken. Dazwischen legt die Geiß, wie sie ebenfalls genannt wird, ihr Junges im hohen Gras ab und entfernt sich zur Futtersuche.
Die Kitze sind dort kaum auszumachen. Zudem geben sie nahezu keinen Geruch ab, sodass beispielsweise ein Fuchs sie nur schwer entdecken kann.
Wir nutzen auf unserem Hof eine etwas abgelegene Wiese bewusst nicht vollständig. Ein Drittel der Fläche überlassen wir der Natur – dort befindet sich auch die „Kinderstube“ des Wildes.
Bei einem notwendigen Kontrollgang an dieser Wiese haben wir ein noch sehr kleines Rehkitz entdeckt.
Kitze dürfen nicht von Menschenhand angefasst oder gar weggenommen werden. Die Mutter kommt rechtzeitig wieder zu ihm zurück.
Selbstverständlich sind bei landwirtschaftlich genutzten Wiesenflächen die Sicherheitsvorkehrungen für Rehkitze erforderlich und auch vorgeschrieben!
Nicht erwarteter Nachwuchs bei den Schafen!
Vor 5 Monaten haben wir das Schaf "Isabella" aus einer Notlage zu uns genommen. Vom Züchter aussortiert sollte es an Wölfe verfüttert werden. Anfang dieser Woche, am Ende der Tragezeit, hat
Isabella ein Lämmchen zur Welt gebracht. Unsere Freude ist groß! Die Mutter hat keine Milch, sodass wir "Matteo" mit der Flasche großziehen müssen.
Alle 4 -5 Stunden, auch in der Nacht, bekommt er seine Mahlzeit.
"Isabella" kümmert sich fürsorglich um ihr Lamm.
... mal schauen, wer heute den Gnadenhof besucht!
Die erste Osterdeko 2025 auf unserem Gnadenhof. Es kommen noch weitere hinzu!
Schafe mit Ziegen
Wir halten nun seit 17 Jahren Schafe und Ziegen zusammen auf unserem Gnadenhof in Heusweiler-Eiweiler.
Schon in den ersten Jahren ist uns deutlich geworden, dass die Tiere ein unterschiedliches Grundwesen haben. Auch deshalb halten wir die Schafe und Ziegen in getrennten Stall-Bereichen. Auf den großen Weideflächen können sie aber auch zusammen unterwegs sein.
Gegenüber den Schafen zeigen Ziegen ein dominantes Verhalten. Das führt oft sogar dazu, dass Zwergziegen große, ca. 90 bis 100 kg schwere Schafböcke, wegstoßen.
Die Schafe weichen dann auch zurück und verstecken sich eher im Schutz ihrer Herde.
Wir hatten aber auch schon sehr innige Verbindungen zwischen einer Ziege und einem Schaf. Stirbt eines von beiden, dann trauerte der Partner noch eine lange Zeit.
Ziegen werden nicht geschoren. Sie werfen mit Beginn des Frühjahrs ihre warme Unterwolle ab, wie jetzt hier auf dem Foto unserer Ziege „Emma“ zu sehen ist.
Am 13.11.2024 musste sich die Polizei in Saarbrücken mit einem umherlaufenden, herrenlosen Schaf beschäftigen. Nachdem erste Nachforschungen keine eindeutigen Hinweise auf den Tierhalter ergaben, setzten sich die Beamten mit uns, dem Gnadenhof Eiweiler, telefonisch in Verbindung.
Wir erklärten uns bereit, das Tier aufzunehmen.
Der Transport von Güdingen nach Eiweiler wurde von der Berufsfeuerwehr Saarbrücken mit einem speziellen "Einsatzfahrzeug für Tierrettungen" sicher gewährleistet.
Wir bedanken uns bei den Einsatzkräften der Polizei und der Feuerwehr, wo man sich sehr fürsorglich um das "verängstigte" Tier gekümmert hat.
Es handelt sich um ein noch junges, weibliches Texelschaf!
Das Texelschaf hat seinen Ursprung auf der holländischen Insel Texel. Charakteristisch für sein Aussehen ist die Kopfform und die kurzen Beine.
In unserer Herde befindet sich bereits das Texelschaf "Millie. Sehr lustig anzusehen ist, wenn Texelschafe beim Laufen mit allen vier Beinen gleichzeitig hochspringen.
Heute bleibt der Neuankömmling noch in einem separaten Stall.
Wenn die tierärztliche Untersuchungen keine besonderen Auffälligkeiten ergeben, wird es schon morgen in der Herde über die Wiesen laufen können.
Dreiundzwanzig Kinder aus Saarbrücken freuten sich am 17. 10. über ihren Besuch auf dem Gnadenhof Eiweiler. Die Kinder im Vorschulalter kamen aus Einrichtungen der Diakonie Saar in Malstatt und Brebach. Bei allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, war eine starke Zuneigung zu den Tieren erkennbar. Das hat uns sehr gefreut!
Wir im Saarland - Saar nur! begleitet die Saarländerinnen und Saarländern auf dem Weg ins Wochenende. Jetzt dreht sich alles um das, was die Herzen höher schlagen und den Stresspegel sinken lässt. Gärtnern, kochen, Musik machen – Saar nur! stellt Menschen vor, die ihr Leben einer Leidenschaft gewidmet haben. Mal auf der großen Bühne und mal im Hobby-Keller. Mal im Miteinander und mal ganz zurückgezogen in der Natur. Regelmäßig reisen die Saar nur! Reporterinnen und Reporter durch das Saarland und besuchen Menschen, die außergewöhnliche Wege eingeschlagen und jede Menge zu erzählen haben. Ein Stück Inspiration, Staunen und Entspannung – auf dem Weg ins Wochenende.
Auch bei uns auf dem Gnadenhof war ein Reporterteam zu Filmaufnahmen.
Der Bericht dazu wird am
Freitag, 04. Oktober 2024, ab 18.15 Uhr auf SR Fernsehen gesendet.
Wir sind gespannt und freuen uns auf die Reportage!
Ihr doch bestimmt auch?
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Es ist ein ständiger Wechsel zwischen Freud und Leid, welcher uns auf dem Gnadenhof für Tiere begleitet.
Hochbetrieb am Vogelfutter-Platz auf dem Gnadenhof
Eiweiler.
Auch der Buntspecht kam vorbei, um sich seine Portion Futter abzuholen.
Ihn mit einem Foto festzuhalten ist nicht ganz einfach. Er ist sehr aufmerksam und scheu! Aber heute hat es geklappt!
Ferienbetreuung beim Gnadenhof
Am 22. August 22 besuchten einundzwanzig Schülerinnen und Schüler der Grundschule Viktoria Püttlingen im Rahmen der Ferienbetreuung den Gnadenhof Eiweiler.
Mit ihren vier Betreuerinnen waren die Kinder mit Bus und Bahn zum Heusweiler Ortsteil gereist. Nach einem Spaziergang vom Haltepunkt „Eiweiler Nord“ zum Vogelsborn freuten sich die kleinen und großen Gäste auf den schattigen und kühlen Platz unter einem großen Nussbaum. Hier war zuerst eine Pause angesagt. Dort wo die Getränke bereits aufgebraucht waren, halfen Jutta und Lothar Braun mit frischen Getränken gerne aus.
So gestärkt, hörten die Besucher den Erzählungen von Jutta und Lothar Braun über die Arbeit „für und mit den Tieren“ aufmerksam zu. Auch sparten die Schüler nicht mit Fragen.
Schließlich stand dann aber der Kontakt zu den Tieren im Vordergrund. Für viele war es das erste Mal, dass sie ein Schaf oder eine Ziege streicheln konnten. Das Schaf „Frau Ping“ freute sich sichtlich über die vielen Hände der Kinder.
Viel zu schnell ging die Zeit vorbei, so dass die Gäste wieder die Heimreise antreten mussten.
Zuvor versprach man jedoch, bereits in den Herbstferien wieder vorbei zu schauen .
Besuch mit Überraschung
Am 16. Juli 2022 besuchten 21 Kinder der „Kita Ronnertswies Riegelsberg“ in Begleitung ihrer Eltern den Gnadenhof in Eiweiler. Der Ausflug zu den Tieren war von den Eltern organisiert worden.
Bei Sonnenschein und Temperaturen knapp unter dreißig Grad benutzten die insgesamt 46 Besucher auch die Wiese am Hof für einen gemütlichen Nachmittag.
Neben den allgemeinen Informationen über das Engagement und die Tiere stand für die Kinder der unmittelbare Kontakt zu den Tieren im Vordergrund. Diese bekamen dann auch viele Streicheleinheiten ab, was Mensch und Tier sichtlich Spaß bereitete.
Für eine Überraschung sorgte die Ankunft eines Eisverkäufer beim Gnadenhof. Diese kühle, schmackhafte Abwechselung hatte sich die Mutter eines der Kinder ausgedacht.
Für ca. eine Stunde waren alle damit beschäftigt, sich eine kleine oder aber auch große Eisportion zu besorgen und diese genüsslich zu lecken.
Der mehrstündige Besuch auf dem Gnadenhof war für alle ein ganz besonderes Erlebnis.
„Lulu“ mit eigener Raufe
Unser Bretonisches Zwergschaf „Lulu“ hat seine eigene, kleine Raufe. Daneben einen Mineralleckstein. Hier knabbert es am liebsten seine Heu-Ration.Die anfängliche Scheu hat es abgelegt. Gerne lässt es sich mit einer Möhre oder einem Stück Apfel anlocken und verwöhnen. Wenn man Glück hat, darf man die kleine „Lulu“ auch streicheln.
Sie mag die Gesellschaft mit Heidschnucken, einer sehr genügsamen Schafrasse.
Den Ziegen geht „Lulu“ lieber aus dem Weg!
Kleinstes Schaf der Welt
Der Gnadenhof Eiweiler hat sein erstes Ouessantschaf aufgenommen.
Es handelt sich um ein ca. 10 Jahre altes, weibliches Tier, das aus einer Alleinhaltung stammt.
„Das Ouessantschaft, auch als bretonisches Zwergschaf bezeichnet, ist die kleinste Schafrasse der Welt. Sie stammen von der kleinen französischen Insel Ile d´Ouessant, vor der Westküste der Bretagne.
Bedingt durch das dortige raue Klima und der kargen Vegetation entstand eine sehr widerstandsfähige Rasse, welche auch unter schlechten Bedingungen überleben und existieren kann. Die Mutterschafe haben keine Hörner, während die Böcke ein ausgeprägtes, geschwungenes Gehörn tragen. Die Farbe der Wolle ist einheitlich schwarz, braun oder weiß.“
Wie bei jedem Neuankömmling standen sich die Tiere zuerst einmal mit neugierigen Blicken gegenüber.
Aber schon nach wenigen Tagen hat sich unser kleines Schäfchen an seine neue Umgebung gewöhnt. Wieselflink läuft es mit den viel größeren Artgenossen umher und genießt sichtlich ihre Gesellschaft.
Wir haben ihr den Namen „Lulu“ gegeben und freuen uns, dass sie jetzt zur Schafherde auf dem Gnadenhof gehört.
Schaf „Ida“ neu auf dem Gnadenhof
Schafe sind ausgesprochene Herdentiere mit großem Zusammengehörigkeitsgefühl und dürfen deshalb nicht einzeln gehalten werden!
Zwei Tiere sind besser als eins, aber um die Struktur zu sichern, sind drei Schafe das Minimum einer Herde.
„Ida“ kam aus einer Einzelhaltung zum Gnadenhof. Zuvor waren ihre Gesellinnen nach und nach gestorben. Ihre Besitzer merkten schon bald, dass sie immer mehr trauerte und das Alleinsein nicht verkraften konnte. Sie meldeten sich beim Gnadenhof und wir erklärten uns bereit, „Ida“ aufzunehmen.
Die ca. 11 Jahre alte „Ida“ ist ein Kamerunschaf. Diese sind sogenannte Haarschafe, die im Gegensatz zu den Wollschafen nicht geschoren werden müssen. Hörner tragen nur die männlichen Tiere.
Kamerunschafe gelten als sehr robust, verfügen allerdings auch über ein ausgeprägtes Fluchtverhalten, dazu können sie hervorragend springen.
Letzteres macht es uns oft schwer, sie für tierärztliche Behandlungen einzufangen.
„Ida“ ist noch sehr scheu und es wird wohl noch einige Tage dauern, bevor sie sich in der neuen Umgebung zurechtfindet!
Unser Reh „Stella“ war das erste, welches sich den Neuankömmling mal etwas näher anschauen wollte.
Freude über Besuch von Manuela Ripa
Seit dem 16. Juli 2020 setzt sich die derzeit einzige saarländische EU-Politikerin und Vertreterin der Ökologisch - Demokratischen Partei (ÖDP) hauptsächlich für den Umwelt- und Klimaschutz sowie Tierwohl und Verbraucherschutz ein.
Zuvor, von 2011 bis 2020 arbeitete die Juristin im Landesdienst als Referentin in der Vertretung des Saarlandes bei der EU in Brüssel zu den Themen Umwelt, Landwirtschaft, Energie, Gesundheit und Regionalpolitik.
Mit ihrem Besuch auf dem Gnadenhof Eiweiler am 3. Juli 2021 wollte sich Frau Ripa darüber informieren, wie Tierschutz und Tierwohl bei kleinen Nutztierrassen aktiv umgesetzt und praktiziert wird.
Viele Tiere auf dem Gnadenhof stammen aus nicht tier- bzw. artgerechter Haltung. Aber auch Fundtiere nahm der Gnadenhof Eiweiler auf, so zum Beispiel Ziegen, Schafe oder aber auch ausgesetzte Kaninchen oder Hähne. Ebenso Tiere ohne Bleibe, weil der Besitzer aus finanziellen, gesundheitlichen Gründen die Haltung aufgeben muss oder verstorben ist.
Außerdem verbinden Jutta und Lothar Braun ihre Initiative mit einem pädagogischen Ansatz. Sie erhalten oft Besuch von Kindern unterschiedlichen Alters. Diesen erklären und verdeutlichen sie die Bedürfnisse der einzelnen Tierrassen und was es bedeutet, Verantwortung für die Haltung eines Tieres zu übernehmen. Auch kommen regelmäßig Schulklassen aus dem gesamten Saarland im Rahmen von Projektwochen zum Thema „Tier- und Naturschutz“ oder „Soziales Engagement“ auf den Gnadenhof.
Manuela Ripa zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement auf dem Gnadenhof, auch im Hinblick auf die Unterstützung durch viele Helferinnen und Helfer, die fast täglich mit vor Ort sind und wesentlich zum Erfolg der Initiative beitragen.
Auch der unmittelbare Kontakt zu den Tieren bereitete der Europaabgeordneten sichtlich Freude und sie sagte weitere Besuche auf dem Gnadenhof zu.
Reh „Stella“ will bleiben
Im Jahr 2014 hat der Gnadenhof, mit behördlicher Genehmigung, mehrere Rehkitze zur Pflege und Aufzucht aufgenommen. Die „Bambis“ waren zuvor im Alter von wenigen Tagen bis ca. 3 Wochen, verlassen und teilweise verletzt, aufgefunden worden. In allen Fällen lag für die Wegnahme des Tieres auch eine Erlaubnis des zuständigen Jagdberechtigten vor.
Die einschlägigen Vorschriften erlauben , hilfsbedürftige Tiere sachgemäß aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen.
Heute ist die „Wildtierauffangstation Eppelborn“ hierfür zuständig.
Die erste Zeit (1-4 Wochen) sind Kitz und Mutter getrennt. Die Mutterricke sucht ihr Kitz nur alle paar Stunden auf, um es zu versorgen, zu putzen und zu säugen. Anschließend laufen sie dann zu einem neuen Liegeplatz. Neben dem Mähwerk an Traktoren sind freilaufende Hunde in dieser Zeit eine Gefahr für Kitze. Zwei Tiere wiesen Bissverletzungen von Hunden auf, welche ärztlich versorgt werden mussten.
Auch werden Kitze dann oft von Menschenhand aufgenommen und zu einer Pflegestelle weggebracht, obwohl eigentlich keine Notwendigkeit dafür zu erkennen war.
Die Kitze wurden mit Ziegenmilch aus einer Flasche aufgepäppelt! Alle 2 Stunden, auch nachts, verlangten die „Bambis“ ihre Flasche. Später tranken sie ihre Milch auch aus einer Schale und begannen dann Müsli mit frischem Obst, sowie Knospen und Blätter von Bäumen zu fressen.
Wie die Schafe und Ziegen sind auch Rehe Wiederkäuer.
Oft liefen sie gemeinsam mit den Schafen und Ziegen auf den eingezäunten Weideflächen.
Heute ist nur noch die „Stella“ auf dem Gnadenhof. Sie konnte nicht ausgewildert werden.
Vor einigen Monaten war „Stella“ plötzlich nicht mehr auf dem Gnadenhof–Gelände zu finden. Auffällig war zuvor, dass ein junger Rehbock oft gegenüber am Zaun stand und offensichtlich um ihr Gunst buhlte.
Aber schon einen Tag später war „Stella“ wieder am Zaun und rief ganz laut, um ins Gehege gelassen zu werden. Offensichtlich hatte sie ihr Leben auf dem Gnadenhof, dem in der Wildnis vorgezogen.
Hier soll sie nun auch ungestört bis an ihr Lebensende bleiben dürfen, wobei die Lebenserwartung ca. 6-10 Jahre beträgt.
"Hansi" du fehlst uns!
Vor genau zehn Jahren kam "Hansi" mit seiner Partnerin, dem Ziegenmädchen "Selly", aus sehr schlechten Verhältnissen, zu uns auf den Gnadenhof. Sie waren die ersten Ziegen in unserer Schafherde!
Schon bald wurde "Hansi" der "Chef" auf dem Hof. Den Helfern und Besuchern verlangte er immer wieder "Streicheleinheiten" ab. Wer seiner Aufforderung nicht sofort nachkam, erhielt einen, mitunter
auch schon mal unsanften Stoß mit seinen Hörnern. Dennoch konnte man ihm nicht böse sein.
Am 05. Mai 2020, im Alter von ca. 14 Jahren, ist er über die Regenbogenbrücke gegangen! "Hansi" bleibt uns immer in Erinnerung!
Sich von einem Tier trennen zu müssen ist immer schwer für uns! Aber dennoch muss man auch loslassen können. In den zurückliegenden Jahren mussten wir dies bei 20 Schafe, 3 Ziegen, 8 Kaninchen, 7 Hühnern, 2 Hähnen, 6 Enten und bei unserem Hütehund "Robin" tun.
Buchvorstellung „Die Tiere vom Gnadenhof Eiweiler“
Es begann im Jahr 2008 mit zwei alten Schafen und der Idee, Nutztieren ein Gnadenbrot zu geben.
Heute haben dort über 60 Tiere – vorwiegend aus nicht tier- bzw. artgerechter Haltung, Tiere in Not oder Fundtiere – ein Zuhause gefunden, in dem sie bis an ihr Lebensende bleiben können.
Es handelt sich um kleine Nutztiere wie Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hühner und Enten.
Damit leistet der Gnadenhof mit seinen ehrenamtlichen Helfern/innen einen aktiven Beitrag zum Tierschutz.
Regelmäßig besuchen Schulklassen und Gruppen den Hof, um sich über die Arbeit für die Tiere zu informieren.
Hierzu gibt es auch das Buch von Jutta Braun , in dem die skurrilen, heiteren, ernsten und vor allem unterhaltsamen Geschichten über die tierischen Bewohner des Gnadenhof, nicht nur für Kinder, eindrucksvoll erzählt werden.
Das Buch ist jetzt auch bei „PIEPER Bücher“, dem Traditionskaufhaus PIEPER in Saarlouis, Am großen Markt, erhältlich.
Dazu stattete Umweltminister Reinhold Jost am 23. Oktober 2019 der von Jutta und Lothar Braun geführten Auffangstation in Heusweiler - Eiweiler einen Besuch ab.
Jost nutzte die Gelegenheit aber auch, um sich über die Arbeit auf dem Gnadenhof zu informieren.
Lothar Braun begrüßte die Gäste und berichtete anschließend über die Entstehung des Gnadenhof vor bereits 12 Jahren mit dem Ziel, eine Bleibe für in Not geratene, kleine Nutztiere, wie Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hühner und Enten zu schaffen. Heute befinden sich 65 Tiere auf dem Hof, mit einer Fläche von ca. 35 000 m².
Viele davon stammen aus nicht tier- bzw. artgerechter Haltung. Aber auch Fundtiere nahm der Gnadenhof Eiweiler auf, so zum Beispiel Ziegen, Schafe oder aber auch ausgesetzte Kaninchen oder Hähne. Ebenso Tiere ohne Bleibe, weil der Besitzer aus finanziellen, gesundheitlichen Gründen die Haltung aufgeben muss oder verstorben ist.
Außerdem verbinden Jutta und Lothar Braun ihre Initiative mit einem pädagogischen Ansatz. Sie erhalten oft Besuch von Kindern unterschiedlichen Alters. Diesen erklären und verdeutlichen sie die Bedürfnisse der einzelnen Tierrassen und was es bedeutet, Verantwortung für die Haltung eines Tieres zu übernehmen. Auch kommen regelmäßig Schulklassen aus dem gesamten Saarland im Rahmen von Projektwochen zum Thema „Tier- und Naturschutz“ oder „Soziales Engagement“ auf den Gnadenhof.Ebenso arbeiteten wiederholt junge Menschen mit Handicap, z. B. aus Jugendwohngruppen in Saarbrücken und Heusweiler, mit auf dem Hof. Umweltminister Reinhold Jost zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement auf dem Gnadenhof, auch im Hinblick auf die Unterstützung durch viele Helferinnen und Helfer, die fast täglich mit vor Ort sind und wesentlich zum Erfolg der Initiative beitragen.Jost bezeichnete es als eine gute Entscheidung der Jugendlichen des FÖJ - Jahrganges 2017/2018, den Restbetrag in ihrer Kasse als Spende an den Gnadenhof Eiweiler zu geben. Stellvertretend für den FÖJ - Jahrgang übergaben Annika Döbert, Jana Lieblang und Franziska Schug zusammen mit Umweltminister Jost symbolisch einen Spendenscheck über 1.600,- Euro an Jutta Braun.Jutta und Lothar Braun bedankten sich für die finanzielle Unterstützung und freuten sich, dass sie den Minister und auch weitere Gäste, darunter der Leiter Referat A/2 im Umweltministerium. Stefan Scheid, der pädagogischen Leiter „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ (FÖJ) im Saarland, Günther von Bünau und der Ortsvorsteher von Eiweiler, Richard Wachall, von der Bedeutung ihrer Arbeit überzeugen konnten.
Da sich die Initiative über das persönliche Engagement der Betreiber hinaus ausschließlich aus Spenden finanziert, sagte Umweltminister Jost dem Gnadenhof auch für die Zukunft weitere Unterstützung zu.
Gnadenhof Eiweiler lud zum „Tag der offenen Tür“
Auch in diesem Jahr kamen wieder viele Besucher zum Gnadenhof-Fest nach Eiweiler, darunter auch der Schirmherr und Bürgermeister von Heusweiler, Thomas Redelberger.
Die Gäste erwartete nicht nur ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken sondern auch einen Flohmarkt, eine Tombola, Livemusik mit der Band „LBK“ aus Schmelz und nicht zuletzt ein Kinderprogramm mit dem Clown „Mimmello“. Mit seinen musikalischen und tänzerischen Einlagen wusste er nicht nur die kleinen Besucher zu begeistern.
Bei den Führungen zu den Tiergehegen konnte man sich über die Haltung der Schafe, Ziegen, Kaninchen, Enten und Hühner informieren.
Das Fest war ein voller Erfolg. Die Betreiber Jutta & Lothar Braun und die vielen Helferinnen und Helfer bedanken sich bei den Besuchern recht herzlich, auch für das Interesse und den Zuspruch für ihr Engagement.
Der Kamerun-Schafbock „Schorsch“ ist von Geburt an blind. Bei seinem Vorbesitzer fand er sich in der Herde nicht zurecht. Von anderen Böcken wurde er immer wieder gestoßen. Sich zu verteidigen war ihm nicht möglich.
Zusammen mit „Lotte“ und ihrem Lamm „Nico“ haben die Drei auf dem Gnadenhof Eiweiler eine neue Bleibe gefunden und eine eigene, kleine Weide, wo sie sich zurechtfinden. „Schorsch“ sucht als Orientierung stets die Nähe zu „Lotte“ und „Nico“!
Nach einer Tot- und einer Missgeburt wollte ihr Besitzer sie in den „Ziegen-Himmel schicken“! Tierschützer wurden darauf aufmerksam und informierten uns über ihr Schiksal. „Madonna“ hat bei uns ein neues Zuhause gefunden, was sie auch sichtlich genießt! Sie ist eine sehr liebe Ziege! Die Burenziegen haben ihren Ursprung in Südafrika.
Im vergangenen Herbst hatten wir in einem Tierschutzfall in der Nähe von Esslingen (BW) drei Kamerunschafe aufgenommen. Darunter befand sich auch ein tragendes Schaf, dem wir den Namen "Salma" gaben. Nun hat "Salma" ihr Lämmchen zur Welt gebracht. Aus der Entfernung konnten wir die Geburt beobachten. Noch nass am ganzen Körper hob der Kleine den Kopf und schaute mit festem Blick in seine neue Umgebung! Nachdem die Mutter ihn abgeleckt hatte, stand er auch bereits auf seinen, noch wackligen Beinen und suchte den Euter zum Trinken. Die ersten Tage werden beide in einem kleinen Stall verbringen. Wir haben ihm den Namen "Roberto" gegeben.
Antonio, jetzt 3 1/2 Monate alt, und Marie, 2 1/2 Monate alt, bekommen nach wie vor ihre Fläschchen, die sie genüsslich leertrinken.
Das kleine Ziegenmädchen Marie hat schon zwei kleine, spitze Hörnchen bekommen. Wie ein kleines "Teufelchen".
Sie hat auch schon die neue Schaukel ausprobiert.
Der Ziegenbock "Leo" hat sich gut in Herde eingelebt, er ist ein ganz Lieber.
Unser Ziegenbock "Valentino" genießt die Streicheleinheiten von Franziska, einer ehrenamtlichen Helferin.
Seit einigen Tagen kümmert sich der Gnadenhof Eiweiler um ein neugeborenes Ziegenlamm.
Die kleine Zwergziege war erst 10 Tage alt und wog gerade mal 2800 g, als sie von ihrer Mutter weg musste. Diese hatte eine Euterentzündung und konnte ihr Lämmchen deshalb nicht mehr säugen.
Alle 4-6 Stunden bekommt die kleine „Marie“ nun ihr Fläschchen. In den ersten 5 Tagen hat sie bereits 600 g zugenommen.
"Antonio" hat jetzt seinen eigenen, kleinen Stall; vorerst noch im Warmen! Er hat schon über 3 kg zugelegt!
"Monty" weicht nicht von seiner Seite!
Die Aufzucht eines Lämmchen mit der Flasche ist eine große Herausforderung!!!
Vor zwei Tagen erhielten wir einen Anruf von Tierschützern aus dem Raum Neunkirchen. Dort konnte ein Schaf nach ca. 14 Tagen seinem neu geborenen Lamm keine Milch mehr geben. Es drohte zu
sterben. Die Tierschützer Kerstin und Dirk nahmen das Neugeborene in ihre Obhut und verbrachten es zu uns auf den Gnadenhof. Der Kleine war schwach und er hatte Untertemperatur. Nach
Rücksprache mit unserem Tierarzt gelang es, den Kleinen mit viel Fürsorge, Geduld und einer Flaschennahrung alle vier Stunden auf zu päppeln. Er hat schon etwas an Gewicht zu gelegt. Zur Zeit
muss der kleine „Mann“ noch in der Wohnung bleiben.
Herzlichen Dank an Kerstin und Dirk für ihr Engagement!
Unser neuer Border Collie „Monty“ hat den kleinen „Antonio“ auch schon in sein Herz geschlossen.
Wer möchte Pate von „Antonio“ werden?